Partner und Unterstützer

Ohne die vielseitige Unterstützung und Befürwortung durch die Spielstätten der Freien Szene Darstellende Kunst und ohne unsere fruchtbaren Partnerschaften, sowie nicht zuletzt ohne die Förderungen, würde es den gemeinsamen Fundus der Freien Szene nicht geben. Vielen Dank ALLEN unten Gelisteten und ALLEN anderen hier nicht genannten Förderern.

Theaterhaus Mitte Berlin    Sophiensaele    Theaterdiscounter    Theater unterm Dach   

Uferstudios    Heimathafen Neukölln    Ballhaus Naunynstraße     Theater im Aufbauhaus

Laft Berlin  Bund der Szenografen  Koalition Freie Szene Berlin   Fotoschule f/16    Kunst-Stoffe-Berlin

         

                                 

                                                              Bezirk   Friedrichshain – Kreuzberg

 

Argumente von Befürwortern für eine Förderung aus dem Landeshaushalt ( in Auszügen )

Das Kostümkollektiv spart Ressourcen, und wird mit viel Wissen und Sorgfalt betrieben.   Adrienne Göhler (parteilose Kulturpolitikerin, ehem. Kultursenat und ehem. Kunsthochschulleitung, Berlin)

Ich bewundere auch den sozialen und archivarischen Gedanken der zu diesem Fundus führte. Der Fundus ist so etwas wie das Gedächtnis der von einem Projekt zum nächsten eilenden Theaterschaffenden.   Eva Löbau (Schauspielerin, Berlin)

Die freie Szene braucht einen eigenen Kostümfundus, um professionell und nachhaltig arbeiten zu können. Der Bestand stammt aus mit öffentlichen Fördermitteln finanzierten Produktionen und wurde bisher ehrenamtlich verwaltet und betreut. Die Kostümbestände der öffentlichen Stadttheater stehen für freie Produktion nämlich nicht zur Verfügung. Daher hat sich das Kostümkollektiv zu einer unverzichtbaren Ankerposition der freie Szene in den letzen Jahren entwickelt.   Julia von Schacky (künstlerische Leitung Heimathafen Neukölln, Berlin)

Materialien gemeinsam zu nutzen wird angesichts multipler Ressourcenkrisen in Zukunft immer wichtiger werden. Das Kostümkollektiv zeigt modellhaft, wie das gehen könnte. Es ist im öffentlichen Interesse, eine solche Pionier-Institution nachhaltig und institutionell zu fördern. Andernfalls verlässt sich der Staat darauf, dass sich IdealistInnen schon selbst ausbeuten werden, um Werte zu schaffen – und das ist alles andere als zukunftsfähig.   FUTURZWEI (Stiftung Zukunftsfähigkeit, Berlin)

Jedes Mal wenn ich Kleidungsstücke sehe, das mit Liebe gearbeitet worden sind, weiter ihre wundersame Reise machen, geht mir das Herz auf. Ob ich selber neue Stücke finde, die mich für weitere Aktionen oder zu meiner peterfrost Performance inspirieren. Oder wenn ich Teile von mir sehe, die wie alte Freunde sind. Und ich erschrecke erst, weil man so verbunden ist, und freue mich dann, dass sie weiterwandern.   Cora Frost (Sängerin, Performerin und Regisseurin, Berlin)

Die Idee des Kostümkollektivs ist eine derart naheliegende Idee aus dem Feld der künstlerischen Praxis des Freien Theaters, dass man sich nur wundern kann, dass sie bislang nicht schon viel weitere Kreise gezogen hat. Mal abgesehen von ökonomischen und ökologischen Motiven für die weitere Benutzung von Kostümen aus Projekten, die „abgespielt“ sind und bei den Künstlergruppen und den Produktionshäusern nicht gelagert werden können – ein Fundus für freie Produktionen, den das Kostümkollektiv seit 2011 betreibt, ist ja auch ein bedeutsames Instrument für die besonderen Produktionsweisen des Freien Theaters: Proben- als künstlerische Forschungsarbeit verstanden, fordern selbstverständlich auch die dauernde ausprobierende Arbeit mit Kostümen und Requisiten, in der das Stück sich nach und nach entwickelt! Und dazu bedarf es eines zugänglichen und erschwinglichen Fundus als Dienstleistung.
Wer die Entstehung einer freien Produktion schon mal begleitet hat, weiß von dem Problem, immer wieder durch Second-Hand-Läden zu ziehen, immer neue Kostümteile „zur Ansicht“ zu erwerben und dann wieder hinzubringen, kennt die Dramen mit den privaten Probenklamotten und mit schmerzlichen Kompromissen, weil für die richtigen Entscheidungen das Budget fehlt. Was außergewöhnliche Kostüme betrifft, wie historische Outfits, die auf dem Markt kaum zu kriegen sind, und das Problem, im Sommer Wintersachen zu bekommen und umgekehrt: Ein Fundus ist ein so wichtiges Element für die freie künstlerische Arbeit, dass die Bedeutung der Initiative des Kostümkollektivs, kaum hoch genug einzuschätzen ist.   Dr. Henning Fülle (Autor von Die Modernisierung der deutschen Theaterlandschaft (1960-2010), wissenschaftlicher Mitarbeiter von Performing the Archive – Für ein Archiv des Freien Theaters)